Saisonrückblick 2024/25

Als neues Mitglied des Swiss-Ski B-Kaders blickte ich voller Motivation und Vorfreude auf die bevorstehende Saison – trotz einer intensiven Reha-Phase, in der ich mich während der Vorbereitung befand. Im Sommer absolvierte ich zahlreiche harte Trainingseinheiten mit dem Ziel, stärker denn je zurückzukehren. In dieser herausfordernden Zeit konnte ich viel lernen.

Als ich im September endlich wieder auf den Schnee zurückkehren durfte, war die Freude riesig – ich wusste es noch mehr zu schätzen. Solche Glücksgefühle hätte ich ohne die Verletzung wahrscheinlich nie so intensiv erlebt. Der Anfang war jedoch ungewohnt: wieder auf den Skiern zu stehen fühlte sich zunächst fremd an. Doch Ende November, als ich das erste Mal wieder auf meine geliebten Speed-Skier stieg, war es, als wäre ich nie weg gewesen. Ich konnte direkt dort anknüpfen, wo ich vor meiner Verletzung aufgehört hatte, und fühlte mich bereits nach wenigen Trainingstagen wieder sehr wohl.

Mit grosser Vorfreude startete ich Anfang Dezember ins Renngeschehen. Meine ersten Comeback-Rennen auf FIS-Stufe verliefen erfolgreich: In den beiden Abfahrtsläufen in Gröden gelangen mir zwei solide Fahrten, mit Platz 5 und 7 als Resultat. Ein gelungener Auftakt – auch wenn ich mir insgeheim schon ein bisschen mehr erhofft hatte. Im Super-G klappte es dann mit Rang 3 und dem ersten Podestplatz meines Comebacks. Die ersten Europacup Rennen konnten also kommen. Mitte Dezember war es so weit. Zwei EC Abfahrts-Rennen in St. Moritz standen auf dem Programm – ein Moment, in dem ich einfach nur glücklich war, schon am Start zu stehen. Im ersten Rennen konnte ich mit Rang 13 zum ersten Mal in die Top 15 fahren – ein echtes Highlight. Das zweite Rennen gestaltete sich aufgrund von schwierigen Wetterverhältnissen anspruchsvoller, doch auch mit Rang 22 war ich sehr zufrieden.

Dieser gelungene Einstieg in die Europacup-Saison gab mir viel Selbstvertrauen, und bereits eine Woche später standen die ersten Super-Gs an. Im ersten Lauf unterliefen mir leider zu viele Fehler – mit Platz 35 verpasste ich die Punkteränge. Doch ich konnte im zweiten Rennen gut umstellen und belegte Rang 20. Ich war dankbar und glücklich, nach so einer schweren Zeit mit solchen Ergebnissen in die Saison zu starten, war jedoch hungrig auf mehr.

So vielversprechend die Saison 2024/25 begann, so abrupt fand sie auch ihr Ende. Anfang Januar stürzte ich im Riesenslalom-Training in Italien. Dabei erlitt ich einen starken Schlag auf den Kopf und spürte Schmerzen im linken Sprunggelenk. Glücklicherweise erholte sich mein Kopf rasch von der leichten Gehirnerschütterung, und auch das Sprunggelenk schien sich zu beruhigen. Ich ging zunächst von einer Zerrung aus und versuchte Mitte Januar ein Comeback auf den Skiern. Doch schon nach der ersten Fahrt merkte ich, dass etwas nicht stimmte – ich konnte meinen Fuss kaum belasten und musste das Training abbrechen. Ein MRI am nächsten Tag brachte die ernüchternde Diagnose: ein Riss des Syndesmosebands. Eine Operation war unausweichlich und damit war meine Saison leider bereits wieder vorbei.

Trotz dieses Rückschlags lasse ich mich nicht davon abbringen, weiter für meine Ziele zu kämpfen und meinen Traum zu leben. Vor zwei Wochen unterzog ich mich nochmals einer kleinen Operation und bin nun wieder vollständig belastbar.

Mit Blick nach vorn freue ich mich schon jetzt darauf, mein nächstes Kapitel zu schreiben – die Saison 2025/26. Und ich werde alles daransetzen, dass es ein erfolgreiches Kapitel wird.